Nimrod Freed/Tami Dance Company (Israel)

Tennis True Story   Das Tennisspiel und der besessene Kampf der Tennisspieler um den Sieg stehen als Metapher für unser Überleben im Hier und Jetzt. Angreifen und verteidigen, sich umarmen und trennen, gewinnen und verlieren: Muster, die im privaten und intimen Bereich ebenso zu erkennen sind, wie im gesellschaftlichen und politischen. Drei verschiedene kurze Tanzstücke sind hier zu einer Tanztheater Performance in Nimrod Freeds charakteristischer Bewegungssprache verbunden, strukturiert und begleitet von einem Soundtrack, der typische Geräusche vom Tennisplatz mit Trance und Soul Musik kombiniert.   Choreographie : Nimrod Freed | more

OK Dance (Israel)

Expecting   Vier glamouröse Halbgötter (oder handelt es sich um übertrieben selbstbewusste Teenager?) erscheinen auf der Bühne. Sie bewegen sich kapriziös – Arme und Beine überall – mal synchron, dann wieder asynchron. Handelt es sich um ein mystisches Ritual oder doch um die Irrungen und Wirrungen von Sekundarschülern? Anfangs erobern diese göttlichen Wesen die Bühne mit Bravado, aber dann zeigt sich, dass auch Halbgötter in Ungnade fallen und sich wieder aufrappeln. Sie kabbeln und verlieben sich, sie fesseln uns mit Mitgefühl, um dann plötzlich weinend zusammenzubrechen. Die Performer toben bis more

Mouvoir/Stephanie Thiersch (Köln)

mit dem Asasello Quartett und DJ Elephant Power Bronze by Gold   Musik und Tanz, Intensitäten, Rhythmen und Stile fallen ineinander, verflechten und blockieren sich. Der Titel „Bronze by Gold”, gefunden im Sirenenkapitel des Ulysses (J. Joyce), steht für das verführerische Nebeneinander und Nacheinander von Zeitgenössischem Tanz, Tableaux Vivants, Streichquartett und Clubmusik. Jeder glänzt, gewittert oder erlischt: Sieben Performer, ein Streichquartett und ein DJ werden als utopische Gemeinschaft dazu gebracht, sich zu verbinden, zu verketten, aneinander zu zerren, spielerisch und unbequem, lustvoll und erzwungen. „Bronze by Gold“ kommt daher wie more

Łukasz Przytarski (Polen)

Weld Choreographische Installation   Für seine choreographische Installation „Weld“ – zu deutsch Schweißnaht – ließ sich Łukasz Przytarski von Arbeiten der amerikanischen Bildhauer John Chamberlain und Fletcher Benton inspirieren. Als Tänzer und bildender Künstler verknüpft er verschiedene abstrakte Formen miteinander und betrachtet den Körper als bewegliche Skulptur. Die kann entweder dynamisch und undefiniert sein wie Chamberlains Metallkollagen oder sehr formorientiert, monochrom und geometrisch wie die Arbeiten von Benton. Mithilfe von Kostüm und Bühnenbild schafft sich Przytarski für begrenzte Zeit einen eigenen Raum, der ihm selbst und dem Publikum zur Unterhaltung more

De Stilte – Tanz für Kinder (Niederlande)

Fliegende Kuh [4+]   Spielen macht Spaß, ist aber gleichzeitig eine sehr ernste Sache. Alles ist möglich, wenn man erstmal richtig ins Spiel vertieft ist. Unterwegs im Reich der Phantasie, finden sich zwei Mädchen und ein Junge in einer Pattsituation wieder. Denn wenn man zu dritt ist, stellt sich die Frage, wer spielt mit wem? Zwischen den kullernden Eiern, der schlurfenden alten Frau und der fliegenden Kuh entsteht ein Spiel über Freundschaft, Einsamkeit und Solidarität.   Choreographie: Jack Timmermans | Musik: Timothy van der Holst | Bühne: Bert Vogels | Kostüme: Joost more

Iraqi Bodies (Schweden)

Rite of Exile: Silent Scent   Da sprach ich: Meister, was ist denn so quälend Für sie, daß solche Klagen es hervorruft? – Und er: Das will ich kürzlich dir berichten: Der Tod hat Hoffnung ihnen nicht zu bieten, Und so verächtlich ist ihr blindes Leben, Daß sie jedwedes andre Los beneiden. Dante Alighieri, Inferno, Canto III   Eine an den Ufern der Hölle gestrandete Familie entsinnt sich ihrer verlorenen Unschuld. Unter dem aufdringlichen Blick der Parzen suchen zwei Brüder, Vater und Sohn, Mutter und Tochter nach ihrer verlorenen Tugend. more

Compagnie Linga (Schweiz)

Solographies   Drei Tänzerinnen unterschiedlicher Herkunft tauchen jeweils ein in ein Solo voller Intensität. Sie wählen das Solo als Weg des intimen Dialogs und der Konfrontation mit ihrem Publikum und hinterfragen dabei die immer wieder empfundene Notwendigkeit, Konventionen zu brechen. Die drei sind engelhaft, androgyn, einlullend, entfesselt, zerzaust, erfüllt und extravagant. Sie sind femmes fatales, rebellisch, idealisiert, mutiert, orientalisch, spirituell teuflisch, selbstbewusst, unentschlossen und unbeständig. Cherchez la femme. Sie sind einander verbunden in ihrem beunruhigenden Bedürfnis nach gegenseitiger Nähe, die sie brauchen, um sich der eigenen Geschichte und des eigenen more

Katharina Wunderlich (Berlin)

Insomnia   Der Kopf ist schwer, doch die Gedanken kreisen weiter. Wie ein Uhrwerk ticken sie, rattern, überspannen den Bogen – und die Möglichkeiten des Körpers.Dieser folgt wie ein schlafwandelnder Nebenakteur der Überreiztheit des Gehirns. „Insomnia“ ist ein Stück über die Sehnsucht nachdem An- und Innehalten, ein Stück über den herbeigewünschten Schlaf, der unter dem Druck unserer Leistungsgesellschaft immer dringlicher zu spüren ist.   Choreographie + Tanz: Katharina Wunderlich | Komposition: Caroline Wunderlich   Stettin: Di 23.10., 19 Uhr, Opera na Zamku, Sala kameralna Greifswald: Do 25.10., 20 Uhr, St. more

Cooperativa Maura Morales (Düsseldorf)

Exceso de la nada – Überfluss des Nichts   Mein Kopf hat viele Dinge schon vergessen, aber mein Körper erinnert sich an alles. Maura Morales   Exceso de la nada – Überfluss des Nichts ist die künstlerische Auseinandersetzung der Tänzerin und Choreographin Maura Morales mit ihrer Heimat Kuba, die sie 1996 verlassen hat: „Mit sechs Jahren habe ich gelernt, zu tanzen, mit zehn Jahren, wie man eine Kalaschnikow benutzt und mit achtzehn Jahren, dass die Geschichte meine Landes eine Lüge war.“ Ein Tanzsolo über das Schwimmen auf dem Trockenen, über more